Weiterbildungs-Kurse organisiert durch den EASB


Narben, Stress und Trauma in der sexologischen Körperarbeit

Datum: 4. September 2019
Ort: Bodywork Center, Engweg 3, Zürich
Zeit: 9.30 bis 20.30 Uhr

Kursleitung: Nicole Jung, dipl. Heilpraktikerin
Daten: 4.9.2019

Narben können problematisch sein. Es wird vor allem auf jene Narben speziell eingegangen, denen wir in unserer Arbeit als Sexological Bodyworker*in oder Tantramasseur*in im Brust-, Bauch- und Genitalbereich immer wieder begegnen werden. Was bedeutet es, wenn eine Narbe „stört“? Wie kann sich das auf körperlicher und psychischer Ebene zeigen? Was können wir in der Körperarbeit für unsere betroffenen Klienten tun? In diesem Zusammen-hang werden Massagegriffe gezeigt und Tipps für gute Narbenöle gegeben. Es wird vermittelt, welche Zusammenhänge zwischen Narbengewebe und Funktions-Störungen auf Bewegungsapparat oder Organ-Ebene bestehen können, was alles zu Narbengewebe zählt, sowie ein Überblick über die Prinzipien und Grundlagen der Energieflüsse im Körper (Meridianlehre). Dann wird auch auf psychologische Themen eingegangen wie die Auswirkungen von chronischen Schmerzen, Folgen von traumatischer Entstehung von Narben, Scham, Ablehnung und den Verlust des Selbstwertgefühls.

Stress ist inzwischen allgegenwärtig und für viele Menschen ein Dauerzustand. Wer physisch mit Menschen zu tun hat wird wissen, dass Entspannung ein wichtiger Schlüssel zum allgemeinen Wohlbefinden ist. Umso mehr auch eine unabdingbare Voraussetzung für sexuelles Lernen, das ja am besten in positiver und entspannter Grundhaltung gelingt.
Stress hat viele Gesichter und kann lange Zeit weitgehend unbemerkt und unerkannt wirken. Es wird erklärt, was bei Stress im Körper passiert und bei längerem Bestehen aus der Balance geraten kann. Verschiedene Arten von Stress werden erörtert, sowie die typischen Auswirkungen und Symptome vor allem im sexuellen Themenkreis. Es werden entspannende Massagegriffe, Streichungen, Übungen und Atemtechniken gezeigt.

Trauma, Schock und Schreck werden erklärt und auseinander gehalten in Bezug auf Reaktionen des Gehirns, dem Rest des Körpers und der Psyche. Es wird Fragen nachgegangen, wie das Hirn auf überstarke Reize reagiert, was im Körper im Moment extremer Angst und Belastung passiert, welche allfällig zu erwartende Langzeitfolgen und Symptome auftreten können. Begriffe werden geklärt wie z.B. Re-Traumatisierung, Dissoziation, Spaltung, (komplexes) post-traumatisches Belastungs-Syndrom, Resilienz und Skills. Als Sexological Bodyworker*in und Tantramasseur*in arbeiten wir traumasensitiv, nicht als Traumatherapeuten. Es ist für uns aber wichtig zu wissen, wie wir reagieren können, sollte unser*e Klient*in anfangen zu zittern, hyperventilieren, schreien, oder auch ganz ruhig werden und kaum noch atmen. Es wird ferner auf die Polyvagal-Theorie von Dr. Stephen Porges und die Zitter-Übungen von Dr. David Berceli eingegangen.

Schliesslich werden die drei Themen vernetzt: ein Trauma kann Stress und Narben nach sich ziehen, Narben können Stress machen, Dauerstress kann innere Narben verursachen. In allen Bereichen scheint die Stimme grossen Einfluss zu haben, dem werden wir nachgehen. Und immer bleibt noch Zeit für Fragen.

Kurs-Informationen:
Mittwoch 4. September 2019 von 9.30 bis 20.30 Uhr
Im Kurszentrum BodySpace, Engweg 3, 8006 Zürich
Für Sexological Bodyworker*innen, Tantramasseur*innen, Körpertherapeut*innen IISB, sowie weitere Therapeuten und Interessierte

Kosten: CHF 160.- für EASB Aktiv-Mitglieder, CHF 210.- für Passiv-Mitglieder, andere: CHF 250.- Kursleitung: Nicole Jung, dipl. Heilpraktikerin, Sexological Bodyworker, Tantramasseurin 

Ihre Anmeldung richten Sie bitte an:

EASB

Markus Meier, Verantwortlicher Weiterbildungen
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Mobile: 0049 159 040 414 10